OrionM2M

Intelligentes Raumklimasystem für Bürogebäude

Architektur des Raumklimasystems: Der Kaltwassersatz und die Lüftungsanlage sind über Modbus RTU an die Plattform ThingsBoard angebunden; über LoRaWAN ist die Plattform mit einem OrionMeter LA-IP-RSP mit Gebläsekonvektor SFR-950R V2, einem Regler NT303 mit Gebläsekonvektor SFF-250 sowie den Raumsensoren verbunden.

Zweck der Lösung

Diese Referenzlösung dient dazu, in den Büroflächen und Coworking-Bereichen eines Bürogebäudes ein geregeltes, stabiles und energieeffizientes Raumklima zu schaffen. In solchen Gebäuden ändert sich die Last für Lüftung und Kühlung ständig: Die Räume sind unterschiedlich stark belegt, die Mieter arbeiten zu unregelmäßigen Zeiten, und die Besprechungsräume werden intensiv genutzt. Statt Lüftung und Kühlung ständig „auf Maximum“ zu betreiben, passt das System sie automatisch in Echtzeit an die tatsächliche Luftqualität an (CO₂, Temperatur, Luftfeuchtigkeit). Das verhindert Überlüftung und übermäßige Kühlung und senkt den Energieverbrauch des Kaltwassersatzes und der Zu- und Abluftanlagen, der größten Verbraucher elektrischer Energie im Gebäude. Zugleich bleibt die Umgebung für Mitarbeitende und Besucher angenehm: gleichmäßige Temperatur, keine Überhitzung und keine Zugluft, ein stabiler CO₂-Gehalt. Das wirkt sich unmittelbar auf Konzentration und Produktivität aus und darauf, wie Mieter die Räume wahrnehmen. Im Ergebnis wird das Gebäude energieeffizient, im Betrieb berechenbar und für langfristige Mieter attraktiver.

3D-Illustration von Hochhäusern mit Büros und Glasfassaden vor blauem Himmel.

Komponenten der Lösung

  • Raumklimasensoren NM103 (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO₂)

  • Gebläsekonvektoren Shuft SFF-250 (Wandgeräte) → der Standardregler wird durch einen NT303 für die adaptive CO₂-geführte Regelung ersetzt

  • Gebläsekonvektoren Shuft SFR-950R V2 (Kassettengeräte, Deckenmontage) → Steuerung über RS-485 via OrionMeter LA-IP-RSP (Modbus RTU)

  • Raumlufttechnische Geräte (RLT-Geräte) mit CO₂-geführter Luftmengenregelung (Steuerung über Modbus)

  • Einbindung der RLT-Geräte und des Kaltwassersatzes von Trane über Modbus

  • Plattform für Überwachung, Steuerung und Analyse: ThingsBoard Edge

Regelprinzip der RLT-Geräte

CO₂-Gehalt Betriebsart des RLT-Geräts Ergebnis
≤ 600 ppm Minimaler Luftvolumenstrom Energieeinsparung
600–900 ppm Nennluftvolumenstrom Angenehmes Raumklima
> 900 ppm Erhöhter Luftvolumenstrom und höhere Luftwechselrate Schnelle Wiederherstellung der Luftqualität

Wirtschaftlicher Effekt

  • Tatsächliche Last des Kaltwassersatzes: 250–450 kW
  • Einsparung durch adaptive Regelung: 10–22 %

Ergebnis

  • CO₂ ≤ 900 ppm in allen Zonen
  • Stabile thermische Behaglichkeit, ohne Überhitzung und Zugluft
  • Geringere Betriebskosten
  • Die Räume werden für Mieter angenehmer und attraktiver
  • Die Gebäudetechnik arbeitet transparent, steuerbar und berechenbar

Das Entscheidende

Die RLT-Geräte und die Gebläsekonvektoren arbeiten abgestimmt zusammen, nicht unabhängig voneinander:

  • Die RLT-Geräte regeln die Luftqualität
  • Die Gebläsekonvektoren regeln die Temperatur

Sie kommen sich nicht in die Quere. Das System „bläst keine kalte Luft“, solange ein steigender CO₂-Gehalt keine Kühlung erfordert.

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